Atilla Birlik: Unterschied zwischen den Versionen

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Birlik kam 1993 aus der Jugend des [[Ludwigshafener SC]] zum Nachwuchs des [[SV Waldhof]]. Dort spielte er zunächst bei den Amateuren weiter. Am 26.Mai 1997 kam der Türke zu seinem ersten Profieinsatz und errang sich gleich zweifelhaften Ruhm unter den Waldhof-Fans. Bei der 0:5 Niederlage gegen den [[1.FC Kaiserslautern]] auf dem Betzenberg wurde er in der 64. Minute für [[Andrzej Kobylański]] eingewechselt. Er war gerade mal 3 Minuten im Spiel da holte er [[Martin Wagner]] von den Beinen. Dem aus dem nahen FCK-Tor heranstürmenden Ehrmann verpasste er kurzerhand einen Schlag in das Gesicht. Obwohl Ehrmann diese Abreibung sicherlich mehr als verdient hatte, da er auch diesmal wieder durch seine unfaire Spielweise auffiel, war die Rote Karte für Birlik dann die logische Konsequenz.  Birlik wurde daraufhin von den mitgereisten Fans gefeiert und trägt noch heute den Spitznamen "Ehrmannkiller".  <ref>http://www.myvideo.de/watch/1712917/Ehrmannkiller</ref>
 
Birlik kam 1993 aus der Jugend des [[Ludwigshafener SC]] zum Nachwuchs des [[SV Waldhof]]. Dort spielte er zunächst bei den Amateuren weiter. Am 26.Mai 1997 kam der Türke zu seinem ersten Profieinsatz und errang sich gleich zweifelhaften Ruhm unter den Waldhof-Fans. Bei der 0:5 Niederlage gegen den [[1.FC Kaiserslautern]] auf dem Betzenberg wurde er in der 64. Minute für [[Andrzej Kobylański]] eingewechselt. Er war gerade mal 3 Minuten im Spiel da holte er [[Martin Wagner]] von den Beinen. Dem aus dem nahen FCK-Tor heranstürmenden Ehrmann verpasste er kurzerhand einen Schlag in das Gesicht. Obwohl Ehrmann diese Abreibung sicherlich mehr als verdient hatte, da er auch diesmal wieder durch seine unfaire Spielweise auffiel, war die Rote Karte für Birlik dann die logische Konsequenz.  Birlik wurde daraufhin von den mitgereisten Fans gefeiert und trägt noch heute den Spitznamen "Ehrmannkiller".  <ref>http://www.myvideo.de/watch/1712917/Ehrmannkiller</ref>
  
Immerhin war der Stürmer einer der Wenigen, die dem Verein nach dem Abstieg aus der 2.Liga nicht verließen. Birlik hielt dem Verein in den beiden folgenden Regionalliga-Spielzeiten die Treue und absolvierte insgesamt 76 Pflichtspiele für Waldhof, davon 13 im [[DFB-Pokal]]. Birlik schoss 17 Tore, davon 11 in der Liga. 1999 wechselte Birlik in den Hauptstadtklub [[Besiktas Istanbul]], [[Karl-Heinz Feldkamp]] hieß der damalige Trainer welcher Birlik in die Türkei holte. Als Feldkamp aus gesundheitlicher Probleme aufhören musste, übernahm sein damaliger Assistent [[Hans-Peter Briegel]]. „Das war schon was Besonderes, bei einem so großen Verein. Ich habe auch einige Male gespielt, aber als junger Spieler hat man es da eben sehr schwer.“ Nachdem Briegel hatten gehen müssen, sah Birlik nicht mehr die besten Chancen für sich und wechselte zu Antalyaspor. „Das war die richtige Entscheidung, denn dort war ich gleich Stammspieler und habe immerhin 16 Tore erzielt.“
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Immerhin war der Stürmer einer der Wenigen, die dem Verein nach dem Abstieg aus der 2.Liga nicht verließen. Birlik hielt dem Verein in den beiden folgenden Regionalliga-Spielzeiten die Treue und absolvierte insgesamt 76 Pflichtspiele für Waldhof, davon 13 im [[DFB-Pokal]]. Birlik schoss 17 Tore, davon 11 in der Liga. 1999 wechselte Birlik in den Hauptstadtklub [[Besiktas Istanbul]], [[Karl-Heinz Feldkamp]] hieß der damalige Trainer welcher Birlik in die Türkei holte. Als Feldkamp aus gesundheitlicher Probleme aufhören musste, übernahm sein damaliger Assistent [[Hans-Peter Briegel]]. „Das war schon was Besonderes, bei einem so großen Verein. Ich habe auch einige Male gespielt, aber als junger Spieler hat man es da eben sehr schwer.“ Nachdem Briegel hatten gehen müssen, sah Birlik nicht mehr die besten Chancen für sich und wechselte zu Antalyaspor. „Das war die richtige Entscheidung, denn dort war ich gleich Stammspieler und habe immerhin 16 Tore erzielt.“ Mit diesen war er der beste Torschütze seines Vereins. Gemeinsam mit [[Maurizio Gaudino]] schoss er die Tore beim 2:0 im Hinspiel der 1. Uefa-Cup-Runde gegen Werder Bremen.<ref>[https://www.11freunde.de/interview/wie-atilla-birlik-zur-waldhof-legende-wurde/page/2 Die Fans glauben, ich hätte Ehrmann umgeboxt] 11freunde.de vom 9.4.2016, abgerufen am 20. Mai 2019</ref>
  
 
2002 kam Birlik nochmals für ein Jahr nach Deutschland zurück und spielte bei der [[SpVgg Greuther Fürth]]. Dass er ausgerechnet bei der SpVgg gelandet ist, führt Birlik vor allem darauf zurück, dass Coach [[Eugen Hach]] ihn noch aus der Mannheimer Zeit kannte, als Hach Cotrainer von [[Uwe Rapolder]] war. „[[Eugen Hach]] weiß, was für ein Typ Fußballer ich bin. Ich lebe von meiner Kraft und meinem Einsatz. Er wollte mich unbedingt haben, was für mich ein wesentlicher Grund war, hierher zu kommen.“ Unter Hach wird 4-4-2 praktiziert, Birlik ist es nur recht: „Dieses System spiele ich am liebsten, damit komme ich am besten zurecht.“
 
2002 kam Birlik nochmals für ein Jahr nach Deutschland zurück und spielte bei der [[SpVgg Greuther Fürth]]. Dass er ausgerechnet bei der SpVgg gelandet ist, führt Birlik vor allem darauf zurück, dass Coach [[Eugen Hach]] ihn noch aus der Mannheimer Zeit kannte, als Hach Cotrainer von [[Uwe Rapolder]] war. „[[Eugen Hach]] weiß, was für ein Typ Fußballer ich bin. Ich lebe von meiner Kraft und meinem Einsatz. Er wollte mich unbedingt haben, was für mich ein wesentlicher Grund war, hierher zu kommen.“ Unter Hach wird 4-4-2 praktiziert, Birlik ist es nur recht: „Dieses System spiele ich am liebsten, damit komme ich am besten zurecht.“
  
Danach ging Birlik wieder in die Türkei, wo er im Mai 2009 (soweit uns bekannt ist) nach einer schweren Verletzung seine Karriere beendeten musste.  
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Danach ging Birlik wieder in die Türkei und spielte in den nächsten Jahren bei fünf Vereinen der ersten, zweiten und dritten türkischen Liga. Im Mai 2009 (soweit uns bekannt ist) musste er nach einer schweren Verletzung seine Karriere beenden.  
  
 
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Mit Beşiktaş spielte er zweimal in der [[Champions League]], mit Antalyaspor zweimal im [[Europa League|UEFA-Cup]].
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Version vom 20. Mai 2019, 20:20 Uhr

Atilla Birlik
Atilla Birlik 97 98.jpg
Spielerinformationen
Voller Name Atilla Birlik
Geburtstag 27. November 1977
Geburtsort Ludwigshafen, Deutschland Deutschland
Größe 175 cm
Spitzname Ati
Position Angriff
Vereinsinformationen Karriereende
Vereine in der Jugend
1985-1993
1993-1995
Deutschland Ludwigshafener SC
Deutschland Waldhof Mannheim
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
07/1996 - 06/1999
07/1999 - 06/2000
07/2000 - 06/2002
07/2002 - 06/2003
07/2003 - 12/2004
01/2005 - 06/2005
07/2005 - 12/2005
01/2006 - 06/2006
07/2006 - 06/2008
07/2008 - 05/2009
Deutschland Waldhof Mannheim
TurkeiTürkei Besiktas Istanbul
TurkeiTürkei Antalyaspor
Deutschland SpVgg Greuther Fürth
TurkeiTürkei Matalyaspor
TurkeiTürkei Genclerbirligi Ankara
TurkeiTürkei Diyarbakirspor
TurkeiTürkei Sivasspor
TurkeiTürkei Malatyaspor
TurkeiTürkei Tokatspor
63 (11)
6 (0)
61 (26)
23 (2)
48 (16)
9 (0)
14 (0)
7 (0)
54 (11)
10 (0)

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
 Stand: 27. November 2014

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Atilla Birlik (* 27. November 1977 (41) in Ludwigshafen) ist ein ehemaliger türkischer Fussballspieler.

Karriere

Birlik kam 1993 aus der Jugend des Ludwigshafener SC zum Nachwuchs des SV Waldhof. Dort spielte er zunächst bei den Amateuren weiter. Am 26.Mai 1997 kam der Türke zu seinem ersten Profieinsatz und errang sich gleich zweifelhaften Ruhm unter den Waldhof-Fans. Bei der 0:5 Niederlage gegen den 1.FC Kaiserslautern auf dem Betzenberg wurde er in der 64. Minute für Andrzej Kobylański eingewechselt. Er war gerade mal 3 Minuten im Spiel da holte er Martin Wagner von den Beinen. Dem aus dem nahen FCK-Tor heranstürmenden Ehrmann verpasste er kurzerhand einen Schlag in das Gesicht. Obwohl Ehrmann diese Abreibung sicherlich mehr als verdient hatte, da er auch diesmal wieder durch seine unfaire Spielweise auffiel, war die Rote Karte für Birlik dann die logische Konsequenz. Birlik wurde daraufhin von den mitgereisten Fans gefeiert und trägt noch heute den Spitznamen "Ehrmannkiller". [1]

Immerhin war der Stürmer einer der Wenigen, die dem Verein nach dem Abstieg aus der 2.Liga nicht verließen. Birlik hielt dem Verein in den beiden folgenden Regionalliga-Spielzeiten die Treue und absolvierte insgesamt 76 Pflichtspiele für Waldhof, davon 13 im DFB-Pokal. Birlik schoss 17 Tore, davon 11 in der Liga. 1999 wechselte Birlik in den Hauptstadtklub Besiktas Istanbul, Karl-Heinz Feldkamp hieß der damalige Trainer welcher Birlik in die Türkei holte. Als Feldkamp aus gesundheitlicher Probleme aufhören musste, übernahm sein damaliger Assistent Hans-Peter Briegel. „Das war schon was Besonderes, bei einem so großen Verein. Ich habe auch einige Male gespielt, aber als junger Spieler hat man es da eben sehr schwer.“ Nachdem Briegel hatten gehen müssen, sah Birlik nicht mehr die besten Chancen für sich und wechselte zu Antalyaspor. „Das war die richtige Entscheidung, denn dort war ich gleich Stammspieler und habe immerhin 16 Tore erzielt.“ Mit diesen war er der beste Torschütze seines Vereins. Gemeinsam mit Maurizio Gaudino schoss er die Tore beim 2:0 im Hinspiel der 1. Uefa-Cup-Runde gegen Werder Bremen.[2]

2002 kam Birlik nochmals für ein Jahr nach Deutschland zurück und spielte bei der SpVgg Greuther Fürth. Dass er ausgerechnet bei der SpVgg gelandet ist, führt Birlik vor allem darauf zurück, dass Coach Eugen Hach ihn noch aus der Mannheimer Zeit kannte, als Hach Cotrainer von Uwe Rapolder war. „Eugen Hach weiß, was für ein Typ Fußballer ich bin. Ich lebe von meiner Kraft und meinem Einsatz. Er wollte mich unbedingt haben, was für mich ein wesentlicher Grund war, hierher zu kommen.“ Unter Hach wird 4-4-2 praktiziert, Birlik ist es nur recht: „Dieses System spiele ich am liebsten, damit komme ich am besten zurecht.“

Danach ging Birlik wieder in die Türkei und spielte in den nächsten Jahren bei fünf Vereinen der ersten, zweiten und dritten türkischen Liga. Im Mai 2009 (soweit uns bekannt ist) musste er nach einer schweren Verletzung seine Karriere beenden.

Bilder

Video




Statistik

Liga Spiele (Tore)
2. Bundesliga (II) 024 0(2)
Regionalliga (III) 062 (11)
Süper Lig (I) 145 (42)
Bank Asya 1. Lig (II) 054 (11)
TFF 2. Lig (III) 010 0(0)
Wettbewerb
DFB-Pokal 005 0(1)

Mit Beşiktaş spielte er zweimal in der Champions League, mit Antalyaspor zweimal im UEFA-Cup.

Einzelnachweise

Weblinks



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