Fußball-Europameisterschaft 2008

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UEFA EURO 2008.png
Anzahl Nationen 16 (von 52 Bewerbern)
Austragungsort Österreich und Schweiz
Eröffnungsspiel 7. Juni 2008 in Basel
Endspiel 29. Juni 2008 in Wien
Spiele 31 insgesamt
25 davon bisher absolviert insgesamt
25 bisher absolviert
Tore 62  (Ø: 2.48 pro Spiel)
Zuschauer 858.433  (Ø: 34.337 pro Spiel)
Gelbe Karte Gelbe Karten 100 (Ø: 4 pro Spiel)
Rote Karte Rote Karten (Ø: 0.12 pro Spiel)

Die Endrunde der 13. Fußball-Europameisterschaft (UEFA EURO 2008) wird vom 7. bis 29. Juni 2008 erstmals in Österreich und in der Schweiz ausgetragen. Ausrichter ist die UEFA (Union of European Football Associations). Es treten 16 Nationalmannschaften zunächst in der Gruppenphase in vier Gruppen und danach im K.-o.-System gegeneinander an. Europameister 2008 wird am 29. Juni 2008 die Siegermannschaft des Endspiels in Wien.

Insgesamt sollen während des dreiwöchigen Turniers, das unter dem Motto „Erlebe Emotionen“[1] steht, mehr als eine Million Eintrittskarten für die 31 Begegnungen in acht Stadien verkauft werden. Neben den Zuschauern in den Stadien werden mehrere Millionen Fans auf offiziellen Fanmeilen in den Spielstädten erwartet.

Gastgeber und Austragungsorte

Den Zuschlag für die Austragung der Europameisterschaft 2008 erhielten Österreich und die Schweiz am 12. Dezember 2002. Insgesamt hatten sich 14 Nationen, zusammengefasst zu sieben Kandidaturen, um die Ausrichtung der Euro 2008 beworben. Die Wahlprozedur zur Bestimmung des Gastgebers dauerte zwei Tage. Am ersten Tag hatten die sieben Bewerberkomitees die Gelegenheit, sich in der UEFA-Zentrale in Nyon ein letztes Mal vor der Verbandsspitze zu präsentieren.

Die endgültige Entscheidung über die Vergabe der Europameisterschaft 2008 traf das Exekutivkomitee der UEFA tags darauf in Genf. Hierbei setzte sich die Bewerbung der beiden Alpenländer im entscheidenden Wahldurchgang mit 9:3 Stimmen gegen Ungarn durch. Zuvor waren im ersten Wahlgang bereits die Bewerbung Russlands, die gemeinsamen Kandidaturen von Bosnien und Herzegowina|Bosnien-Herzegowina/Kroatien, Griechenland/Türkei, Schottland/Irland sowie die Vier-Länder-Bewerbung Skandinaviens (Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden) gescheitert. Das Turnier wird damit, nach der gemeinsamen Ausrichtung der Euro 2000 durch die Niederlande und Belgien, zum zweiten Mal von zwei Ländern gemeinsam veranstaltet.

Die Austragungsorte verteilen sich über insgesamt acht Stadien, von denen jeweils vier in der Schweiz und in Österreich liegen. In sechs Stadien werden jeweils drei Gruppenspiele ausgetragen, während im Basler St. Jakob-Park und im Wiener Ernst-Happel-Stadion zusätzlich zwei Viertelfinalspiele und je ein Halbfinale stattfinden werden. In Wien wird zudem das Endspiel ausgetragen.

? Hauptartikel: Austragungsorte der Fußball-Europameisterschaft 2008

Österreich

Im Wiener Ernst-Happel-Stadion findet das EM-Finale statt
Datei:Bullen Arena.jpg
Im Salzburger EM-Stadion Wals-Siezenheim werden drei Gruppenspiele ausgetragen.
  • Das Wiener Ernst-Happel-Stadion ist mit 51.700 Sitzplätzen das größte Stadion der beiden Austragungsländer. Hier werden insgesamt sieben Spiele samt dem Finale ausgetragen, was es zum Hauptaustragungsort der Europameisterschaft macht. In der Vorrunde war es das Stadion des Gastgebers Österreich, der sich in Gruppe B befand. Es handelt sich um das einzige historische Stadion, die Eröffnung fand 1931 statt, wobei für die Europameisterschaft zahlreiche Adaptierungen getroffen wurden. Insbesondere wurde ein neuer VIP-Klub gebaut sowie temporär die Laufbahn mit zusätzlichen Sitzreihen ersetzt und im dritten Rang eine zweite große Videoleinwand installiert. Abseits der Europameisterschaft dient das Ernst-Happel-Stadion als Heimatstadion der österreichischen Nationalmannschaft, als Austragungsort des ÖFB-Cup-Finals sowie von Europacupspielen.
  • Im Tivoli-Neu in Innsbruck, dem Heimatstadion des Bundesliga-Absteigers FC Wacker Innsbruck, fanden drei Spiele der Gruppe D der Europameisterschaft statt. Das Stadion wurde im September 2000 mit 17.400 Zuschauern eröffnet und erst kurz im Vorfeld der Europameisterschaft im Herbst 2007 auf drei Seiten temporär um einen zweiten Rang ergänzt. Das Fassungsvermögen während der Europameisterschaft beträgt damit 31.200 Zuschauer.
  • In der Klagenfurter Hypo Group Arena wurden drei Spiele der Gruppe B ausgetragen. Die ehemals Wörthersee-Stadion genannte Arena wurde bereits 1960 erbaut, für die Europameisterschaft aber durch einen Neubau ersetzt. Im September 2007 wurde die neue Arena mit einer Kapazität von 32.000 fertiggestellt. In der Hypo Group Arena finden ansonsten die Bundesligaspiele des SK Austria Kärnten statt, dessen Gründung auf den Neubau zurückzuführen ist.
  • Im EM-Stadion Wals-Siezenheim in der Salzburger Nachbargemeinde Wals-Siezenheim fanden drei Spiele der Gruppe D statt. Das Stadion wurde im Laufe des Jahres 2003 fertiggestellt und fasste nach der Eröffnung 18.850 Zuschauer. Bis Juli 2007 wurde es mit einem temporären zweiten Rang auf 30.200 Plätze erweitert, der jedoch erst zur Europameisterschaft gänzlich eröffnet wurde. Das Wals-Siezenheimer Stadion war damit das kleinste der vier österreichischen Stadien und auch das einzige, in dem noch kein Länderspiel vor der Europameisterschaft stattfand. Im Ligabetrieb wird es vom Bundesligisten FC Red Bull Salzburg genutzt.

Schweiz

Stade de Suisse Wankdorf in Bern
Letzigrund in Zürich
Stade de Genève in Genf
  • In Basel werden im Heimstadion des FC Basel, dem St. Jakob-Park, sechs Spiele stattfinden. Basel ist somit Hauptaustragungsort der Euro 2008 in der Schweiz. Das von den Architekten Herzog & de Meuron zwischen 1999 und 2001 erstellte Stadion wurde in der Spielzeit 2006/07 ausgebaut und ist mittlerweile mit 38.500 Plätzen das größte Stadion der Schweiz. Für die Endrunde wird es durch Verringerung der Sitzabstände vorübergehend 42.500 Plätze fassen. In Basel wurden die drei Gruppenspiele der Schweiz (darunter das EM-Eröffnungsspiel gegen Tschechien) in Gruppe A sowie zwei Viertelfinalspiele und ein Halbfinalspiel ausgetragen.
  • In Bern wurde zwischen 2001 und 2005 ein neues Stadion gebaut. Das alte Wankdorfstadion wurde abgerissen und durch das neue Stade de Suisse Wankdorf ersetzt. Die Baukosten betrugen 350 Millionen Schweizer Franken, das Stadion bietet Platz für 32.000 Zuschauer. Im Heimstadion des BSC Young Boys fanden drei Spiele der Gruppe C statt.
  • In Lancy bei Genf, dem einzigen französischsprachigen Austragungsort, wurden im Stade de Genève drei Spiele der Gruppe A ausgetragen. Servette FC Genève trägt hier seine Heimspiele aus; vor dem Konkurs der Aktiengesellschaft 2004 in der Super League, seitdem in der zweiten Spielklasse. Das Stadion hat 30.084 Sitzplätze.
  • In Zürich war ursprünglich der Hardturm als Spielort vorgesehen. Da das Neubauprojekt jedoch durch eine Bürgerinitiative verzögert wurde, fanden drei Vorrundenspiele der Guppe C im neu erstellten Stadion Letzigrund statt, welches im September 2007 eingeweiht wurde. Hier fanden bei der EM 31.500 Besucher Platz.

Modus

Nach dem offiziellen Reglement der UEFA besteht der Wettbewerb aus einer im Meisterschaftsmodus mit Hin- und Rückspielen stattfindenden Qualifikationsrunde, sowie der in einer Gruppenphase und den Finalspielen ausgetragenen Endrunde.[2]

Bei der Endrunde bilden die 16 Teilnehmer vier Vorrundengruppen mit je vier Mannschaften, von denen sich jeweils die ersten beiden für das Viertelfinale qualifizieren. In der Gruppenphase spielt jede Mannschaft gegen jede andere Mannschaft ihrer Gruppe nach dem Meisterschaftsmodus, wobei für einen Sieg drei Punkte und für ein Unentschieden ein Punkt vergeben werden.

Bei Punktgleichheit zwischen zwei oder mehr Mannschaften werden folgende Kriterien nacheinander angewendet, um die Platzierung zu ermitteln[3][4]:

  • Punkte aus dem direkten Vergleich
  • Tordifferenz aus dem direkten Vergleich bei mehr als zwei punktgleichen Mannschaften
  • Anzahl der Tore im direkten Vergleichen bei mehr als zwei punktgleichen Mannschaften
  • Tordifferenz aus allen Gruppenspielen
  • Anzahl der Tore aus allen Gruppenspielen
  • Koeffizient aus dem Qualifikationswettbewerb für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und für die Fußball-Europameisterschaft 2008 (Anzahl der Punkte dividiert durch ausgetragene Spiele)
  • Fair-Play-Wertung

Fällt nach einem dieser Kriterien eine Teilentscheidung insofern, als mehrere Mannschaften sich durch den selben Wert von anderen Mannschaften abheben, wird für die Platzierung dieser nun immer noch gleichauf liegenden Mannschaften die Liste von vorne durchgegangen.

Wenn nach all diesen Kriterien keine Entscheidung zugunsten eines Teams gefallen ist, führt die UEFA einen Losentscheid zwischen den Mannschaften durch.

Treffen im letzten Gruppenspiel zwei Mannschaften aufeinander, die die gleiche Anzahl an Punkten, die gleiche Tordifferenz und die gleiche Anzahl erzielter Tore haben und endet das Spiel unentschieden, so wird, sofern nicht weitere Mannschaften der Gruppe ebenfalls die gleiche Anzahl an Punkten haben, die Platzierung per Elfmeterschießen ermittelt.

Ab dem Viertelfinale wird das Turnier über Halbfinale und Finale im K.-o.-System fortgesetzt, wobei sich der Sieger eines Spiels für die nächste Runde qualifiziert. Endet das Spiel nach Ablauf der regulären Spielzeit unentschieden, wird es um zweimal 15 Minuten verlängert. Die bei vorhergehenden EM-Turnieren angewandten Regeln eines Golden bzw. Silver Goals wurden abgeschafft. Ist auch nach der Verlängerung keine Entscheidung gefallen, wird der Sieger der Begegnung im Elfmeterschießen ermittelt.[3]

Im Gegensatz zu den Weltmeisterschaften gibt es bei Europameisterschaften seit 1984 kein Spiel um den dritten Platz. Der Europameister qualifiziert sich zudem für den im Jahr 2009 stattfindenden Konföderationen-Pokal in Südafrika.

Teilnehmer

Qualifikation

Qualifizierte Länder

? Hauptartikel: Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2008

Für die Teilnahme an der Euro 2008 hatten sich alle 52 zum Zeitpunkt des Meldeschlusses bestehenden UEFA-Mitgliedsverbände angemeldet. Zum ersten Mal nahm Kasachstan, das 2002 vom asiatischen Kontinentalverband AFC zur UEFA gewechselt war, an der EM-Qualifikation teil. Serbien trat die Nachfolge des aufgelösten Staatenbundes Serbien und Montenegro an. Da Montenegro erst am 26. Januar 2007 als vollwertiges Mitglied der UEFA aufgenommen wurde, blieb dem Balkanstaat eine Teilnahme an der Qualifikation zur Euro 2008 verwehrt.

Nach dem offiziellen Reglement der UEFA ist die Europameisterschaft in Qualifikation und Endrunde gegliedert. Für die EM-Endrunde konnten sich neben den beiden automatisch zur Teilnahme berechtigten Gastgebern Österreich und Schweiz vierzehn weitere Mannschaften qualifizieren.

Das Austragungsformat der Qualifikation für die Endrunde in Österreich und der Schweiz wurde durch das Exekutivkomitee der UEFA am 21. April 2005 auf der Tagung im estnischen Tallinn festgelegt. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen fand am 27. Januar 2006 im Raffles Le Montreux Palace im schweizerischen Montreux statt, die Spiele selbst zwischen dem 16. August 2006 und dem 24. November 2007.

Die insgesamt 50 um die restlichen 14 Endrundenplätze konkurrierenden Mannschaften wurden einer Achtergruppe und sechs Siebenergruppen zugelost. In den einzelnen Gruppen, in denen jede Mannschaft in Hin- und Rückspielen gegen jede andere Mannschaft antrat, qualifizierten sich nach 306 Qualifikationsspielen, in denen insgesamt 839 Tore erzielt wurden, die jeweils Erst- und Zweitplatzierten für die Europameisterschaft 2008. Im Gegensatz zu früheren Qualifikationsrunden gab es keine Relegationsspiele der Gruppenzweiten.

Auslosung der Endrunde

Die Auslosung der EM-Endrunde fand am 2. Dezember 2007 um 12 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum in Luzern statt. Die Zeremonie wurde in 138 Länder übertragen, von denen 37 live sendeten; rund 120 Millionen Fernsehzuschauer verfolgten die Sendung. Durch das Programm der 52 Minuten dauernden Veranstaltung führten die ehemalige Miss Schweiz, Melanie Winiger, sowie ORF-Sportmoderator Rainer Pariasek. Der Showteil stand unter dem Motto „Football meets Classical Music“. Neben dem spanischen Startenor José Carreras traten die Wiener Sängerknaben sowie der Berner Bach-Chor und eine Schweizer Alphornbläserin auf.

Für die Auslosung wurden die qualifizierten Mannschaften in vier Töpfe aufgeteilt. Im ersten Topf befanden sich von vornherein die beiden als Köpfe der Gruppen A und B gesetzten Gastgeber Schweiz und Österreich, sowie Titelverteidiger Griechenland. Die übrigen qualifizierten Mannschaften wurden den Töpfen gemäß ihres EM-Koeffizienten zugeteilt, der sich aus den Qualifikationsspielen zur WM 2006 und zur EM 2008 errechnete. Eine Ausnahme bildete Deutschland, das als Gastgeber keine Qualifikationsspiele zur Weltmeisterschaft 2006 austragen musste und somit nur mit den Qualifikationsspielen zur EM 2008 in die Wertung einging. Die vier Töpfe enthielten schließlich:

  • Topf 1: Schweiz (Gastgeber), Österreich (Gastgeber), Griechenland (Titelverteidiger), Niederlande (bester Koeffizient)
  • Topf 2: Kroatien, Italien, Tschechien, Schweden
  • Topf 3: Rumänien, Deutschland, Portugal, Spanien
  • Topf 4: Polen, Frankreich, Türkei, Russland

Die Auslosung selbst wurde durch die Kapitäne früherer Europameistermannschaften beziehungsweise ihrer Vertreter durchgeführt. Aus den einzelnen Töpfen wurden die Mannschaften den jeweiligen Gruppen zugelost. Zur Bestimmung der für die Erstellung des Spielplans verwendeten Position der Mannschaft innerhalb der Gruppe wurde eine zweite Kugel gezogen.

Die Auslosung ergab folgende Gruppeneinteilung:

Gruppe A Gruppe B Gruppe C Gruppe D
Schweiz Schweiz Österreich Österreich Niederlande Niederlande Griechenland Griechenland
Tschechien Tschechien Kroatien Kroatien Italien Italien Schweden Schweden
Portugal Portugal Deutschland Deutschland Rumänien Rumänien Spanien Spanien
Türkei Türkei Polen Polen Frankreich Frankreich Russland Russland

Aufgebote

Die Kader der teilnehmenden Mannschaften umfassen jeweils 23 Spieler und wurden von den jeweiligen Teamchefs bis zum 28. Mai 2008 benannt.

Im russischen Aufgebot waren während des Turniers mit 22 Spieler die meisten in einem Verein des Heimatlands aktiv, im kroatischen Aufgebot mit nur zwei Akteuren die wenigsten. Deutsche Vereine stellten mit 57 die meisten der 368 Spieler. Von den „Legionären“ unter den Spielern spielten 43 in einem englischen, 38 in einem deutschen, 23 in einem spanischen, 18 in einem italienischen und 14 in einem französischen Verein.

Spielplan

Gruppenphase

Gruppe A

? Hauptartikel: Fußball-Europameisterschaft 2008/Gruppe A

Rang Land Tore Differenz Punkte
1 PortugalPortugal Portugal 5:3 2 6
2 TurkeiTürkei Türkei 5:5 0 6
3 TschechienTschechien Tschechien 4:6 -20 3
4 SchweizSchweiz Schweiz 3:3 0 3
Samstag, 7. Juni 2008, 18:00 Uhr, in Basel
Schweiz Tschechien 0:1 (0:0)
Samstag, 7. Juni 2008, 20:45 Uhr, in Genf
Portugal Türkei 2:0 (0:0)
Mittwoch, 11. Juni 2008, 18:00 Uhr, in Genf
Tschechien Portugal 1:3 (1:1)
Mittwoch, 11. Juni 2008, 20:45 Uhr, in Basel
Schweiz Türkei 1:2 (1:0)
Sonntag, 15. Juni 2008, 20:45 Uhr, in Basel
Schweiz Portugal 2:0 (0:0)
Sonntag, 15. Juni 2008, 20:45 Uhr, in Genf
Türkei Tschechien 3:2 (0:1)

Gruppe B

? Hauptartikel: Fußball-Europameisterschaft 2008/Gruppe B

Rang Land Tore Differenz Punkte
1 KroatienKroatien Kroatien 4:1 3 9
2 DeutschlandDeutschland Deutschland 4:2 2 6
3 OsterreichÖsterreich Österreich 1:3 -20 1
4 PolenPolen Polen 1:4 -30 1
Sonntag, 8. Juni 2008, 18:00 Uhr, in Wien
Österreich Kroatien 0:1 (0:1)
Sonntag, 8. Juni 2008, 20:45 Uhr, in Klagenfurt
Deutschland Polen 2:0 (1:0)
Donnerstag, 12. Juni 2008, 18:00 Uhr, in Klagenfurt
Kroatien Deutschland 2:1 (1:0)
Donnerstag, 12. Juni 2008, 20:45 Uhr, in Wien
Österreich Polen 1:1 (0:1)
Montag, 16. Juni 2008, 20:45 Uhr, in Klagenfurt
Polen Kroatien 0:1 (0:0)
Montag, 16. Juni 2008, 20:45 Uhr, in Wien
Österreich Deutschland 0:1 (0:0)

Gruppe C

? Hauptartikel: Fußball-Europameisterschaft 2008/Gruppe C

Rang Land Tore Differenz Punkte
1 NiederlandeNiederlande Niederlande 9:1 8 9
2 ItalienItalien Italien 3:4 -10 4
3 RumänienRumänien Rumänien 1:3 -20 2
4 FrankreichFrankreich Frankreich 1:6 -50 1
Montag, 9. Juni 2008, 18:00 Uhr, in Zürich
Rumänien Frankreich 0:0
Montag, 9. Juni 2008, 20:45 Uhr, in Bern
Niederlande Italien 3:0 (2:0)
Freitag, 13. Juni 2008, 18:00 Uhr, in Zürich
Italien Rumänien 1:1 (0:0)
Freitag, 13. Juni 2008, 20:45 Uhr, in Bern
Niederlande Frankreich 4:1 (1:0)
Dienstag, 17. Juni 2008, 20:45 Uhr, in Bern
Niederlande Rumänien 2:0 (0:0)
Dienstag, 17. Juni 2008, 20:45 Uhr, in Zürich
Frankreich Italien 0:2 (0:1)

Gruppe D

? Hauptartikel: Fußball-Europameisterschaft 2008/Gruppe D

Rang Land Tore Differenz Punkte
1 SpanienSpanien Spanien 8:3 5 9
2 RusslandRussland Russland 4:4 0 6
3 SchwedenSchweden Schweden 3:4 -10 3
4 GriechenlandGriechenland Griechenland 1:5 -40 0
Dienstag, 10. Juni 2008, 18:00 Uhr, in Innsbruck
Spanien Russland 4:1 (2:0)
Dienstag, 10. Juni 2008, 20:45 Uhr, in Salzburg
Griechenland Schweden 0:2 (0:0)
Samstag, 14. Juni 2008, 18:00 Uhr, in Innsbruck
Schweden Spanien 1:2 (1:1)
Samstag, 14. Juni 2008, 20:45 Uhr, in Salzburg
Griechenland Russland 0:1 (0:1)
Mittwoch, 18. Juni 2008, 20:45 Uhr, in Salzburg
Griechenland Spanien 1:2 (1:0)
Mittwoch, 18. Juni 2008, 20:45 Uhr, in Innsbruck
Russland Schweden 2:0 (1:0)

Finalrunde

? Hauptartikel: Fußball-Europameisterschaft 2008/Finalrunde

Im Viertel- und Halbfinale sowie im Finale wird im K.-o.-System gespielt. Steht es bei den Spielen der Finalrunde nach der regulären Spielzeit von 90 Minuten unentschieden, kommt es zur Verlängerung von zweimal 15 Minuten und, falls danach immer noch kein Sieger feststeht, zum Elfmeterschießen.

Viertelfinale

Donnerstag, 19. Juni 2008, 20:45 Uhr Basel PortugalPortugal Portugal DeutschlandDeutschland Deutschland 2:3 (1:2)
Freitag, 20. Juni 2008, 20:45 Uhr Wien KroatienKroatien Kroatien TurkeiTürkei Türkei 1:1 n. V. (0:0) 1:3 i. E.
Samstag, 21. Juni 2008, 20:45 Uhr Basel NiederlandeNiederlande Niederlande RusslandRussland Russland 3:1 n. V. (0:0)
Sonntag, 22. Juni 2008, 20:45 Uhr Wien SpanienSpanien Spanien ItalienItalien Italien 4:2 n.E. (0:0)

Im ersten Viertelfinale begannen die Mannschaften aus Portugal und Deutschland zunächst sehr vorsichtig, so dass das Spiel fast ausschließlich im Mittelfeld stattfand. In der 22. Minute ging Deutschland durch ein Tor von Schweinsteiger mit 1:0 in Führung. Das 2:0 durch Klose folgte in der 26. Minute nach einem von Schweinsteiger getretenen Freistoß. Es folgte eine Drangperiode der Portugiesen, die in der 40. Minute zum Anschlusstreffer führte. Cristiano Ronaldo tauchte auf halblinks vor dem deutschen Torwart Jens Lehmann auf, der dessen Schuss zunächst parieren konnte, beim Nachschuss von Nuno Gomes jedoch keine Abwehrmöglichkeit mehr hatte. Auch nach der Pause startete Portugal mit viel Druck. Der deutschen Elf gelang dennoch in der 62. Minute das 3:1 durch einen Kopfball von Ballack - wieder durch einen Schweinsteiger-Freistoß vorbereitet. Die Portugiesen starteten nun wütende Angriffe auf das deutsche Tor, schienen aber mit Fortgang des Spiels in der Offensive immer mehr zu verzweifeln. In der 87. Minute gelang es schließlich Postiga, durch einen Kopfball aus kurzer Distanz erneut auf 3:2 zu verkürzen. Deutschland brachte die dramatische und hektische Schlussphase über die Zeit und qualifizierte sich für das Halbfinale.[5]

Halbfinale

Mittwoch, 25. Juni 2008, 20:45 Uhr Basel DeutschlandDeutschland Deutschland TurkeiTürkei Türkei 3:2 (1:1)
Donnerstag, 26. Juni 2008, 20:45 Uhr Wien RusslandRussland Russland SpanienSpanien Spanien 0:3 (0:0)

Deutschland begann im Halbfinalspiel gegen die Türkei sehr nervös. Die Türken kamen zunächst besser ins Spiel und daraus resultierte der Führungstreffer durch Uğur in der 22. Minute. Nur vier Minuten später glich Deutschland aus, als Podolski von der linken Seite auf Bastian Schweinsteiger flankte, und dieser aus kurzer Distanz traf. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel kampfbetonter, klare Torchancen blieben aber aus. Elf Minuten vor Spielende gelang Miroslav Klose durch einen Kopfball nach Flanke von Philipp Lahm das 2:1. In der Schlußphase glich die Türkei in der 86. Minute zunächst aus. Den 3:2-Endstand stellte Philipp Lahm in der 90. Minute nach Doppelpass mit Hitzlsperger durch einen Treffer in die linke obere Ecke des Tors her.[6] Aufgrund von Stromausfällen im internationalen EM-Fernsehzentrum der UEFA in Wien (IBC) wurde die TV-Übertragung des Spiels weltweit mehrfach unterbrochen. ZDF und ORF sendeten daraufhin Material des Schweizer Senders SF, welcher als Einziger ein direktes Übertragungssignal vom Stadion erhielt. Betroffen waren ebenso die Public-Viewing-Vorführungen.[7]

Das zweite Halbfinale zwischen Russland und Spanien am darauffolgenden Tag in Wien begann, während ein weiteres schweres Unwetter mit strömendem Gewitterregen über der österreichischen Hauptstadt niederbrach. Die schlechten Platzverhältnisse verhinderten während der ersten Halbzeit zwingende Aktionen; zur Pause stand es 0:0. In der 50. Minute – der Regen hatte zwischenzeitlich nachgelassen – vollendete der spanische Mittelfeldspieler Xavi eine mustergültige Vorlage von Iniesta zum 1:0. In der 72. Minute hob der einige Minuten zuvor eingewechselte Guiza den Ball über den russischen Torhüter Akinfeev hinweg zum 2:0. Das vorentscheidende 3:0 gelang Silva in der 82. Minute.

Finale

Sonntag, 29. Juni 2008, 20:45 Uhr Wien DeutschlandDeutschland Deutschland SpanienSpanien Spanien 0:1 (0:1)

Die spanische Nationalmannschaft konnte nach einem technisch ausgereiften Spiel den Sieg über die deutsche Nationalmannschaft davontragen. Fernando Torres schoss in der 33. Spielminute das entscheidende Tor für Spanien.

Torschützen

Siehe Fußball-Europameisterschaft 2008/Torschützenliste

UEFA-All-Star-Team

Seit der Europameisterschaft 1996 stellt eine Expertenkommission der UEFA ein All-Star-Team mit den besten Spielern des Turniers zusammen. Verantwortlich für die Wahl der offiziellen Mannschaft des Turniers ist die aus erfahrenen Trainern bestehende technische Studiengruppe, welche die technische Entwicklung während der EM-Endrunde analysiert und in einem Abschlussbericht zusammenstellt. Die Kriterien bei der Wahl des All-Star-Teams sind Teamgeist, Technik, Abwehr- oder Torjägerqualitäten.[8]

Organisation und Umfeld

Euro 2008 SA

Verantwortlich für die Gesamtorganisation der Fußball-Europameisterschaft 2008 ist die Euro 2008 SA, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der UEFA mit Hauptsitz in Nyon sowie Turnierdirektionen in Wien und Bern. Das höchste Gremium der am 17. Dezember 2004 gegründeten Aktiengesellschaft ist der Verwaltungsrat, der sich aus Vertretern der UEFA sowie der beiden Gastgeberverbände zusammensetzt. Präsident des neun Mitglieder umfassenden Verwaltungsrates der Euro 2008 SA war bis Ende 2006 der SFV-Präsident Ralph Zloczower. Anschließend übernahm Friedrich Stickler, der Präsident des ÖFB, die Funktion.[9]

Für die operative Führung der Euro 2008 SA ist die Geschäftsleitung um den Schweizer Martin Kallen verantwortlich. Zudem haben die Schweiz und Österreich je einen Turnierdirektor: Christian Schmölzer (Österreich) und Christian Mutschler (Schweiz), die für die Organisation des Turniers verantwortlich sind. Beide Verbände unterschrieben im November in Wien ein Rahmenabkommen, im Januar 2005 kam der neu gegründete Verwaltungsrat der Euro 2008 erstmals zusammen. Das Turnier-Organisationsbüro hat seinen Sitz in Nyon, Schweiz.

Der Etat für die Organisation der Fußball-Europameisterschaft 2008 wird 235 Millionen Schweizer Franken (rund 147 Millionen Euro) betragen.[10] Der bedeutendste Teil der Einnahmen wird aus dem Verkauf der eine Million Eintrittskarten resultieren, bei denen mit einem Erlös von 138 Millionen Euro kalkuliert wird. Den acht Ausrichterstädten werden Sach- und Finanzleistungen im Wert von insgesamt 18,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Zudem erhält jede Stadt von der UEFA einen Zuschuss über 375.000 Euro, um die Kosten für die Organisation der Fanzonen zu bestreiten.[11]

Bei der Organisation des Turniers will man sich stark an der hochgelobten Fußball-Weltmeisterschaft 2006 orientieren. Es sind also erneut zahlreiche Partymeilen, Public-Viewing-Leinwände und dergleichen zu erwarten.

Audiovisuelles Erscheinungsbild

Wiener Riesenrad mit EURO-Logo

Das Logo der Fußball-Europameisterschaft 2008 zeigt die stilisierte Gebirgslandschaft der beiden Gastgeberländer Schweiz und Österreich, in deren Mitte sich ein Fußball befindet. Das Emblem ist überwiegend in rot und weiß, den Nationalfarben der beiden Gastgeber, gehalten. Der grüne Kern des Balles soll die Wichtigkeit der Natur in der Region wiedergeben. Entworfen wurde das am 7. Juni 2005 erstmals während einer feierlichen Zeremonie in der Wiener Hofburg präsentierte Logo von der Londoner Design- und Markenfirma English & Pockett.[12]

Datei:Trix+Flix-Musikvideo.jpg
Trix und Flix, die Maskottchen der EURO 2008

Die offiziellen Maskottchen der Europameisterschaft 2008 heißen Trix und Flix. Die offensichtlich fußballbegeisterten Zwillinge stellen die Austragungsländer in ihren Nationalfarben Rot-Weiß dar. Ihre Trikotnummern sind „20“ und „08“, um beim Nebeneinanderstehen den Schriftzug „2008“ zu erzeugen. Die Figuren wurden von Warner Bros. Consumer Products entwickelt und erinnern optisch und namentlich sehr an Fix und Foxi. Die knallroten, gezackten Frisuren erinnern an das Logo der Euro 2008 und Bergketten der Alpenländer. Zur Auswahl standen die Namen Zagi & Zigi, Flitz & Bitz und Trix & Flix. 36,3 Prozent 67.406 Personen) entschieden sich – seit dem 27. September via Internet, Telefon-Hotline] und in allen McDonald’s-Restaurants der beiden Länder – für die am 10. Oktober 2006 im Historischen Rathaus von Innsbruck bekanntgegebenen Namen. Vor dem Freundschaftsspiel Österreich – Schweiz, welches zwei Tage darauf stattfand, betraten die beiden zum ersten Mal offiziell ein Fußballstadion. Österreich gewann das Spiel mit 2:1.

Erstmals wurde für eine Europameisterschaft eine akustische Marke als Erkennungsmerkmal komponiert. Dieses Jingle zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Berichterstattung in den Medien. Komponiert wurde das Stück von Rollo Armstrong von der Gruppe Faithless. Der Spanier Enrique Iglesias singt mit Can You Hear Me den offiziellen Song zur Europameisterschaft. Die mascots songs (Maskottchen-Lieder) der Europameisterschaft 2008 heißen Feel the Rush und Like a Superstar und werden von Shaggy gesungen. Den offiziellen Song der österreichischen Fußballnationalmannschaft für die EM singt Christina Stürmer. Im März 2008 beim Länderspiel der österreichischen Nationalmannschaft gegen die Niederlande wurde das Lied Fieber vorgestellt.[13] Die Schweizer EM-Hymne ist eine Remix-Version von Baschis Bring en hei. Parallel dazu wurden in Österreich und Deutschland je hochdeutsche Versionen des Songs von Mario Lang und Oliver Pocher veröffentlicht. Der DFB hat das Lied Helden 2008 der Hamburger Band Revolverheld zum Song der deutschen Fußballnationalmannschaft erklärt.[14] Die russische EM-Hymne komponierte der Duma-Vorsitzende Boris Gryslow.[15]

Spielball

Spielball des Turniers ist der von Adidas in Zusammenarbeit mit Bayer MaterialScience hergestellte EUROPASS. Der Name symbolisiert einerseits den „Euro“-Pass der beiden Ausrichterländer und der Fans und andererseits steht er für das Zuspiel der Protagonisten auf dem Rasen. Er wurde im Rahmen der Endrundenauslosung am 2. Dezember 2007 in Luzern offiziell vorgestellt.

Die Farbgebung in weißer Grundfarbe mit schwarzen Punkten erinnert vom Design her an Fußbälle vergangener Jahrzehnte. Die zwei Landesflaggen der Gastgeberländer sind mit acht Kreisen ebenfalls integriert. In den zwölf schwarzen Punkten befinden sich individuelle grafische Elemente, die die UEFA begleitend zum Euro-Logo entwickelt hat. Die Elemente stehen für Leidenschaft, Freundschaft, Action, Training und Fans sowie das Siegtor und sie finden sich als Wasserzeichen in den schwarzen Punkten des Europass wieder. Für jedes Spiel kommen Spezialaufdrucke wie die Namen der zwei Gegner, die EM-Gruppe, das Datum, der Name der Stadt und des Stadions dazu.

Neu gegenüber Portugal, wo der Ball fast ganz in Silber gehalten und glatt war, ist nicht nur die Farbgebung, sondern auch die vom Hersteller als „Gänsehaut“ bezeichnete feine Struktur der Oberfläche, die dem Ball zu besseren Flugeigenschaften und zu besserer Kontrollierbarkeit verhelfen soll.[16]

Schiedsrichter

Am 19. Dezember 2007 wurden die Offiziellen der Fußball-Europameisterschaft 2008 bekanntgegeben. Die Schiedsrichterkommission der UEFA berief 12 Schiedsrichter und 24 Schiedsrichterassistenten. Um bestmöglich miteinander zu kooperieren, setzen sich die Gespanne wie bereits bei der Europameisterschaft 2004 aus Schiedsrichtern und Assistenten des jeweils gleichen Landes zusammen. Hinzu kommen acht vierte Offizielle.

Die ausgewählten 44 Offiziellen nahmen vom 14. bis 17. April 2008 an einem Vorbereitungsseminar teil, bei dem sie sich einem Fitnesstest unterzogen und spezielle Instruktionen hinsichtlich der EM-Endrunde erhielten. Während der EURO 2008 werden die Schiedsrichterteams bis zum ersten Halbfinale am 25. Juni 2008 im Hotel Mövenpick im Schweizer Regensdorf untergebracht sein. Jene Unparteiische, die für das zweite Halbfinale sowie das Endspiel eingesetzt werden, ziehen ab dem 26. Juni in das Hotel Renaissance Penta in Wien um.[17]

Erstmals können die Schiedsrichter auch offiziell die Dienste eines Psychologen in Anspruch nehmen. Der Psychologe steht den zwölf Referees während des Turniers in deren EM-Quartier in Regensdorf bei Zürich zur Seite.

Sollte sich während der Endrunde ein Schiedsrichter verletzen, wird dieser vom vierten Offiziellen ersetzt. Für den Fall eines verletzten Linienrichters wird ein zusätzlicher Linienrichter, der an diesem Tag normalerweise nicht zum Einsatz kommt, als fünfter Offizieller bereitgehalten.

Folgende 12 Schiedsrichter werden die 31 Spiele leiten:[18]

Als vierte Offizielle wurden solche Schiedsrichter berücksichtigt, deren Länder durch keinen der zwölf Schiedsrichter vertreten werden. Folgende acht Personen wurden nominiert:[19]

Sponsoren

Datei:IAA2007-Hyundai-EM2008-Pokal.jpg
Die Maskottchen und der Pokal auf dem IAA-Messestand] des UEFA-EUROTOPS-Partners Hyundai

Die Fußballeuropameisterschaft wird zu einem großen Teil durch Sponsoren finanziert. Allein die 17 offiziellen Hauptsponsoren zahlen rund 370 Millionen Euro und machen damit einen erheblichen Anteil an den 900 Millionen Gewinn aus, den die UEFA insgesamt erwartet.[20]

Das Sponsoringprogramm der UEFA verfügt über verschiedene Sponsoring-Pakete:

  • Zunächst gibt es mit MasterCard, Carlsberg (Brauerei)|Carlsberg, McDonald’s, Coca-Cola, JVC und Hyundai Motor Company|Hyundai sechs UEFA-EUROTOPS-Partner, die bereits im Herbst 2005 Rechtepakete bis ins Jahr 2009 für verschiedene Nationalmannschaftswettbewerbe der UEFA – darunter die Europameisterschaft 2008 – für insgesamt 257 Millionen Euro erworben haben.[21]
  • Zu den sechs EUROTOPS-Partnern kommen die vier Event-Sponsoren Continental AG|Continental, Adidas, Castrol (in Deutschland wirbt auch die BP (Konzern)|BP-Konzernschwester Aral) und Canon, die ebenfalls über globale Rechte an der Veranstaltung verfügen, und dafür jeweils geschätzte 19 Millionen Euro bezahlten.[22]
  • Zusätzlich arbeitet die UEFA mit je vier Nationalen Förderern aus beiden Gastgeberländern zusammen. Die Firmen UBS, Swisscom und Ferrero (Unternehmen)|Ferrero in der Schweiz, sowie Telekom Austria, die Österreichische Post und UniCredit Group|UniCredit in Österreich schlossen Sponsorenverträge über bis zu 5,1 Millionen Euro (Supporter Schweiz) beziehungsweise 3,2 Millionen Euro (Supporter Österreich)[22] ab. Eine Sonderrolle nimmt der Schweizer Luxusuhrenhersteller Hublot ein, der die Rechte als Nationaler Förderer für beide Gastgeberländer erwarb, und als offizieller Zeitmesser sämtlicher EM-Spiele sowohl in Österreich als auch in der Schweiz auftreten wird.[23]

Bei der Ausrüstung der Nationalmannschaften mit Trikots, Fußballschuhen und Handschuhen dominieren die Hersteller Adidas, Nike (Unternehmen)|Nike mit Umbro und Puma AG|Puma. Von 100.000 bis über eine Million Euro lassen sich die Hersteller die Exklusivverträge mit den Profispielern kosten, um sie als weltweite Werbeträger zu nutzen.

Zuschauer, Stadien und Eintrittskarten

Im Vorfeld der Europameisterschaft wurden die Stadien, in denen die Spiele stattfinden werden, für insgesamt rund 900 Millionen Euro umgebaut, erweitert oder neu errichtet.[24]

Die 1,13 Millionen Eintrittskarten für die 31 Spiele werden wie folgt verteilt:

  • 870.100 (77 Prozent) Karten sind für den öffentlichen Verkauf bestimmt.
    • 418.100 (37 Prozent) Karten wurden Ende April 2007 unter allen Interessenten verlost, die sich während des Monats März 2007 über die offizielle Internetseite beworben hatten.
    • Je 226.000 (zweimal 20 Prozent) Karten werden die nationalen Verbände der qualifizierten Teams für ihre Gruppenspiele erhalten, um sie an ihre Fans verkaufen zu können.
  • 259.900 (23 Prozent) Karten sind für Sponsoren, Vertreter der 52 UEFA Landesverbände, Medien, die UEFA und das Hospitality-Programm reserviert.
    • Etwa 169.500 (˜ 15 Prozent) Karten werden dabei den offiziellen Werbepartnern zugeteilt werden.

Die erste Phase wurde am 31. März beendet. Für die 418.100 Karten wurden 8.467.919 Bestellwünsche registriert. Aufgrund der massiven Überbuchung der Karten wurde auf eine zweite Verkaufsphase im Juni 2007 verzichtet.[25]

Die regulären Preise für die günstigsten Tickets der Europameisterschaft liegen bei 45 Euro, wofür man eine Vorrundenbegegnung auf einem Platz der niedrigsten Preiskategorie verfolgen kann. Für die günstigste Endspielkarte müssen 160 Euro, für die teuersten Plätze 550 Euro bezahlt werden.[26] Obwohl die UEFA den Weiterverkauf der Eintrittskarten unter anderem durch personalisierte Tickets verhindern will, werden die Schwarzmarktpreise ein Vielfaches der regulären Kartenpreise betragen.[27]

Public Viewing

Public Viewing in der Fanzone Bergisel, Innsbruck

An sämtlichen Spielorten werden für die EM Teile der Innenstädte zu Fanmeilen umgewandelt, auf denen Millionen Fans zum Public Viewing erwartet werden. In der Schweiz werden zudem als zusätzliche Fanmeilen in 16 Städten (nicht aber in den Spielorten) sogenannte UBS-Arenen erstellt. In Liestal wird unter dem Namen 9. Stadion zudem das größte provisorische Stadion der Schweiz mit 8.000 Sitzplätzen und weiteren Stehplätzen errichtet, in dem die Spiele auf einer Großleinwand verfolgt werden und die Fans übernachten können.[28]

Preisgeld

Auf alle 16 teilnehmenden Nationen wird ein Preisgeld von insgesamt 184 Millionen Euro ausgeschüttet, über 40 Prozent mehr als 2004. Jede Nation, die sich qualifiziert hat, erhält eine Antrittsgage von 7,5 Millionen Euro. Für einen Sieg in der Gruppenphase erhält jeder Verband eine Million Euro, für ein Unentschieden eine halbe Million. Die acht Viertelfinalisten bekommen zusätzlich je zwei Millionen, die Halbfinalisten weitere drei Millionen Euro. Für das Erreichen des Endspiels bekommen beide Teams 4,5 Millionen Euro, der Europameister dazu weitere drei Millionen Euro. Insgesamt kann der zukünftige Europameister, falls er alle Gruppenspiele gewinnt, ein Preisgeld in Höhe von 23 Millionen Euro erhalten, 5,3 Millionen Euro mehr als 2004.[29]

Zusätzlich erhalten die Vereine, die Spieler für die EM abstellen, von der UEFA einen Zuschuss. Insgesamt wird die UEFA 43,5 Millionen Euro an die Vereine ausschütten. Dies wurde im Januar 2008 zwischen der UEFA und der Vereinigung der Europäischen Fußballvereine (ECA) vereinbart. Je länger ein Spieler im Turnier bleibt, desto mehr Geld erhalten die Klubs. Den vollen Betrag erhält ein Verein nur, wenn der Spieler schon mindestens zwei Jahre unter Vertrag steht, ansonsten erhält der vorherige Verein einen Teilbetrag. In Deutschland erhalten die Vereine zudem pro Spieler und Spiel 3.000 Euro. Den Vereinen dienen diese Zahlungen auch, um sich gegen Verletzungen der Spieler während der EM zu versichern.[30]

Pokal

Der Europameister erhält für vier Jahre die von der UEFA gestiftete Trophäe, auf der der Name der siegreichen Mannschaft eingraviert wird. Für die Europameisterschaft 2008 wird ein neuer Pokal verliehen, der den bisherigen Coupe Henri Delaunay ablöst. Der Pokal wurde am 27. Januar 2006 vorgestellt und ist, wie schon sein Vorgänger, nach dem früheren französischen Generalsekretär der UEFA Henri Delaunay benannt.[31] Entworfen wurde die neue Trophäe von der Londoner Juwelierfirma Asprey. Die Kosten beliefen sich auf 50.000 Schweizer Franken.

Der erstmals überreichte Pokal ähnelt vom Design her dem oberen Teil seines Vorgängers, ist jedoch 22 Zentimeter höher. Er ist 60 Zentimeter hoch, besteht zu einem Großteil aus Sterlingsilber und wiegt 7,6 Kilogramm. Die oberen und unteren Enden des Pokals sind mit einer Ziselierung versehen. Auf der Vorderseite sind das UEFA-Logo und die Bezeichnung UEFA EUROPEAN FOOTBALL CHAMPIONSHIP eingraviert. Auf der Rückseite befinden sich unter dem Namen COUPE HENRI DELAUNAY die Namen der bisherigen Europameister.

Die Trophäe bleibt im ständigen Eigentum der UEFA und kann nicht dauerhaft von einem Land gewonnen werden. Der amtierende Europameister behält den Pokal bis zur nächsten EM und darf jeweils eine Kopie anfertigen lassen, die den eindeutigen Vermerk „Replikat“ enthalten muss und 4/5 der Originalgröße des Pokals nicht überschreiten darf. Eine Mannschaft, die dreimal in Folge oder fünfmal insgesamt Europameister geworden ist, erhält eine originalgetreue Nachbildung der neuen EM-Trophäe.[32]

Berichterstattung

Die europäischen Fernseh-Übertragungsrechte an dem Turnier wurden im Januar 2005 an den Sportrechtevermarkter Sportfive vergeben. Die UEFA hatte zuvor diverse Angebote überprüft und zwei Bewerber in die engere Auswahl gezogen – Sportfive und den langjährigen UEFA-Partner, die European Broadcasting Union (EBU). Die UEFA begründete diesen Schritt, um fortan für jeden einzelnen Markt eine maßgeschneiderte Lösung anzustreben.

Hauptvertragsbedingung ist, dass der Großteil der Übertragungen im freiempfangbarem Fernsehen stattfindet. In der Schweiz übernimmt das Schweizer Fernsehen die Ausstrahlung aller 31 Partien ebenso wie in Österreich der ORF, in Deutschland werden die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF alle Spiele zeigen. Zusätzlich wurde für den Zeitraum vom 24. Mai bis zum 13. Juli in Österreich ein eigener Radiosender eingerichtet, welcher mit einer zeitlich begrenzten Eventradio-Lizenz an den Austragungsorten senden darf.[33]

Da die Zuschauerzahlen bei der Fußball-Europameisterschaft 2004 um 20 Prozent höher waren als bei der Euro 2000, wurde in Bezug auf 2008 ein solcher Betrag erwartet. Der europäische Marktwert wird deshalb bei über 600 Millionen Euro geschätzt.

Begleitende Veranstaltungen

Im Umfeld der EM fand vom 31. Mai bis zum 7. Juni 2008 im Kanton Graubünden in der Schweiz die Europeada, die „Fußball-Europameisterschaft der sprachlichen (autochthonen) Minderheiten“ statt, die von der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) organisiert wurde. Dabei konnten sich im Finale die Südtiroler mit 1:0 gegen die Kroaten in Serbien durchsetzen und sind damit Europameister.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Die UEFA präsentiert die Fußball-Europameisterschaft 2008 als das drittgrößte Sportereignis weltweit und als das größte in Europa. Nach Angaben des europäischen Fußballverbands wird es in den Stadien rund 1,1 Millionen Zuseher geben. Es wird von einer durchschnittlichen Fernseh-Einschaltquote von 155 Millionen sowie einer Steigerung der Einschaltziffern um 165 Prozent gegenüber der Fußball-Europameisterschaft 2000 ausgegangen.

Österreich

Die Wirtschaftskammer Österreich rechnet mit Wertschöpfungseffekten von 383,79 Millionen Euro. Davon sind 89,19 Millionen Euro Infrastruktur-Investitionen, 221,7 Millionen Euro Tourismus und 72,9 Millionen Euro Medien, Werbung und Sponsoring.[34]

Die WKÖ präsentierte Beschäftigungseffekte von 8.638 Mann-Jahren, Kaufkrafteffekte von etwa 260,3 Millionen Euro und Steuereffekte von 146,1 Millionen Euro.[34]

Außerdem legte der Arbeitsmarktservice einen Bericht vor, der besagt, dass mindestens 11.000 Arbeitsplätze durch die Europameisterschaft entstehen würden. Diese Studie wurde im Auftrag der AMS vom Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft durchgeführt. Den meisten Bedarf hätten der Sicherheitsbereich mit 5.300 Jobs und die Gastronomiebranche mit rund 4.400 Arbeitsplätzen.[35]

Nebenbei wird während der EURO 2008 die neue Arbeitsmarkt-Plattform EMJOBS08 von WKÖ und AMS eingeführt. Diese dient als Job-und-Personalvermittlungsbörse.[35]

Schweiz

Basel-Stadt und Basel-Landschaft rechnen mit 21,6 Millionen Franken Kosten für die Euro. Der Bund wendet 82,5 Millionen auf. 4,2 Millionen setzt er für regionale EURO-Kosten in Basel ein. Die Fußballverbände UEFA und SFV beteiligen sich nur mit eine Million Franken.[36]

Eine Studie von PricewaterhouseCoopers aus dem Jahr 2006 kalkuliert die durch die EURO generierten Steuereinnahmen „auf gesamthaft rund 50 Millionen“ für die ganze Schweiz.[37]

Die UEFA wünschte, dass die teilnehmenden Spieler keine Quellensteuer zahlen müssen.[38] Laut Gesetz muss das von den ausländischen Fußballern in der Schweiz erwirtschaftete Einkommen mit bis zu einem Drittel versteuert werden. Zwischenzeitlich einigten sich die UEFA, die Schweiz und Österreich darauf, die an der EM durch Ausländer generierten Einkommen mit 20 Prozent an der Quelle zu besteuern. Bei einem Konzert beispielsweise müssen die Künstler ebenfalls Quellensteuer bezahlen. Die Polizei kann die Sicherheitskosten in Rechnung stellen (Ende 2007 geschätzte Kosten: 64 Millionen Schweizer Franken[39]).

Weiterhin wünschte die UEFA ein Verbot sogenannter „Trittbrettfahrer-Werbung“. Dabei ginge es nicht um Werbung mit dem EURO-2008-Logo, sondern nur um Werbung mit einem Bezug zum Turnier. Das Gesetz ist nicht entsprechend angepasst worden.[40]

Wirte im ganzen Land sind vom Ansinnen des europäischen Fußballverbandes überrascht worden, von ihnen Sonderabgaben für das Zeigen der Spiele in ihren Lokalen einzukassieren. Auch solche Abgaben sind im Gesetz nicht vorgesehen.[41]

Einzelnachweise

  1. uefa.com: „Erlebe Emotionen“ bei der EURO 2008
  2. UEFA (Hrsg.): Reglement der UEFA-Fußball-Europameisterschaft 2008, S. 6
  3. 3,0 3,1 UEFA (Hrsg.): Reglement der UEFA-Fußball-Europameisterschaft 2008, S. 9.)
  4. Erläuterungen in der FAZ
  5. Dramatischer Sieg in Basel: Schweinsteiger bleibt Portugals Albtraum, kicker-online vom 19. Juni 2008
  6. Türkei bitter bestraft: Lahm schießt Deutschland ins Finale. Auf: kicker-online, 25. Juni 2008.
  7. Stromausfall verursacht Bildstörung. Auf: heute.de Nachrichten, 25. Juni 2008.
  8. uefa.com: Experten analysieren technische Trends
  9. Euro 2008 SA (Hrsg): EURO-Macher aus UEFA EURO 2008, S. 44 ff.
  10. andere Quellen sprechen von einem Budget von 215 Millionen Euro RP Online: Löw-Team droht die Hammergruppe
  11. fussballportal.de: EM-OK stockt Budget auf 147 Millionen Euro auf
  12. uefa.com: Logo der UEFA EURO 2008 enthüllt
  13. orf.at: Christina Stürmer singt EM-Song für ÖFB.
  14. Überblick über die EM-Songs: Offizieller Euro-Song. Ein Iberer singt die Alpen-Hymne. Auf: sport.ard.de, 20. Mai 2008. Vgl. Florian Bahrdt: EM-Song der Gruppe Revolverheld. „Mitsingbar, eingängig und mit diesem Stadiongefühl“. Auf: tagesschau.de, 16. Mai 2008.
  15. Politiker Gryslow komponiert EM-Lied. „Vorwärts, Russland, vorwärts“. Auf: tagesschau.de, 24. Mai 2008.
  16. press.adidas.com: Spielball der UEFA EURO 2008 mit revolutionärer Oberflächenstruktur
  17. uefa.com: UEFA EURO 2008™: Unterkünfte der Teams und Schiedsrichter, Headquarter-Hotels
  18. uefa.com: Schiedsrichter für EURO nominiert
  19. http://de.euro2008.uefa.com/tournament/matchofficials/index.html
  20. europameister08.de: Markenschutz und Sponsoren bei der EM 2008
  21. uefa.com: EUROTOP-Programm fertig gestellt
  22. 22,0 22,1 Schätzung durch die Zeitung Bilanz (Zeitschrift)|Bilanz/Cash (Marke)#Wirtschaftszeitung Cash|Cash
  23. uhren-infos.de: HUBLOT offizieller Zeitmesser und offizielle Uhr der UEFA EURO 2008
  24. fussball-direkt.eu: EURO GUIDE 2008
  25. uefa.com: Über 500.000 Karten-Interessenten
  26. uefa.com: Preise der Eintrittskarten
  27. fussball24.de: Horrende EM-Kartenpreise auf dem Schwarzmarkt
  28. Das 9. Stadion in Liestal/Bubendorf. Auf: basel.ch.
  29. Mark Chaplin: UEFA erhöht Preisgeld für EURO. Auf: euro2008.uefa.com, 2. Dezember 2007.
  30. Zahlmeister Uefa. In: Frankfurter Rundschau, 14./15. Juni 2008, S. S10.
  31. uefa.com: You won't find a superior trophy (englisch)
  32. Euro 2008 SA (Hrsg): Die Trophäe aus inside 2. August 2006, S. 18 f.
  33. derStandard.at: „Fanradio“ geht am 24. Mai on Air.
  34. 34,0 34,1 Wirtschaft trifft Fußball Die UEFA EURO 2008™ im eigenen Land, Information der österreichischen Wirtschaftskammer
  35. 35,0 35,1 EURO 2008 bringt Österreich mehr als 11.000 neue Jobs, die-wirtschaft.at, 30. Januar 2008
  36. tages-anzeiger: Grossleinwände treiben die Kosten der Euro 08 in Basel in die Höhe.
  37. baz-ch: Österreich verdient an der EURO 2008 mehr als die Schweiz.
  38. swissinfo.org: Steuerstreit zwischen UEFA und Kanton Bern wird zur Justiz-Sache.
  39. Schweizer Fernsehen: EURO 2008 – Sicherheit.
  40. rotweiss24.ch: EURO 2008 – Kein Gesetz gegen Trittbrettfahrer-Werbung.
  41. tages-anzeiger.ch: TV-Pläne der Uefa ärgern Euro-08-Gastgeber.

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