Geisterspiel

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Als Geisterspiel werden Fußballspiele bezeichnet, die aufgrund von Sanktionen ohne Publikum ausgetragen werden müssen.

Bei diesen nur selten verhängten Partien wird lediglich Spielern, Betreuern, Vereinsoffiziellen sowie Medienvertretern Zutritt zum Stadion gewährt, die Zuschauerränge bleiben leer. Einer solchen Maßnahme geht in der Regel ein Fehlverhalten der Anhänger des gastgebenden Vereins bei einem früheren Spiel voraus. Die Ansetzung eines Geisterspiels hat für den Heimverein empfindliche Einnahmeeinbußen aufgrund der ausbleibenden Eintrittsgelder zur Folge und ist daher neben der Androhung von Geldstrafen oder Punktabzug ein beliebtes und zumeist auch wirksames Druckmittel auf den betroffenen Club.

In Anlehnung an die "echten" Geisterspiele werden gelegentlich auch höherklassige Spiele mit nur sehr geringem Zuschauerzuspruch scherzhaft als Geisterspiel bezeichnet.

Beispiele

Das erste Geisterspiel im deutschen Profifußball fand am 26. Januar 2004 in Aachen zwischen Alemannia Aachen und dem 1. FC Nürnberg statt. Dieses wurde als Wiederholungsspiel der 2. Bundesliga von der DFL angeordnet, da es im ersten Spiel aufgrund von massiven Zuschauerausschreitungen zu einer Spielunterbrechung gekommen war.[1]

Das bis dato letzte Geisterspiel im deutschen Profifußball wurde am 30. August 2008 in der 3. Liga zwischen dem FC Rot-Weiß Erfurt und der zweiten Mannschaft von Werder Bremen ausgetragen. Dieses Spiel fand auf Anordnung des DFB unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da zwei Wochen zuvor beim Spiel der Erfurter gegen Jena Teile des Erfurter Publikums antisemitische Sprechchöre in Richtung des Jenaer Fanblocks riefen.

Einzelnachweise



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