Interview mit Carsten Nulle am 5. Februar 2002

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Carsten Nulle

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Carsten Nulle zählt zu den ruhigen Vertretern im Kader. Große Worte liegen ihm nicht: "lch versuche mich auf meine Arbeit zu konzentrieren und mit Leistung zu überzeugen", gesteht er selbstbewusst. Die neue Nummer eins zwischen den Pfosten hat sich auch in den vergangenen Wochen von der Diskussion um die Torwartfrage nicht ablenken lassen. "Dazu will ich gar nicht mehr viel sagen. Ich aus meiner Sicht habe mit Achim keine Probleme. Wie es umgekehrt ist, weiß ich nicht". Zu Saisonbeginn wechselte der 26 Jahre alte gelernte Zimmermann vom Oberligisten SV Sandhausen zu den Blau-Schwarzen. Über seine ersten Eindrücke in der Zweiten Bundesliga, sportliche Ziele und vieles mehr gibt er im folgenden lnterview Auskunft.


Carsten Nulle, seit Sommer letzten Jahres spielst du beim SV Waldhof Mannheim. Mit welchen Erwartungen war der Wechsel in die Zweite Bundesliga für dich verbunden?

Carsten Nulle: Es ist meine erste Profistation. lch bin mit 26 Jahren zwar nicht mehr der Jüngste. Mit dem Wechsel war natürlich auch ein gewisser Umstellungsprozess verbunden. Ich glaube, dass es mir ganz gut gelungen ist, diese Dinge inzwischen auf die Reihe zu bekommen, unabhängig von der Entwicklung in den letzten Wochen. Natürlich lernt man nie aus.


Hättest du damit gerechnet, im ersten Jahr gleich den Sprung zur Nummer eins zu schaffen?


Carsten Nulle: Zugetraut hätte ich es mir schon. Aber man muss ganz klar sagen, dass ich in diesem Fall von der Verletzung Achim Hollerieths profitiert habe. So ist allerdings das Profigeschäft.


Wie bist du selbst mit der Diskussion um die "Torhüterfrage" in den letzten Wochen umgegangen?


Carsten Nulle: Ich bin ein sehr ruhiger Mensch. Ohnehin hätte ich die Entscheidung nicht beeinflussen können. Für mich gilt es die von mir erwartete Arbeit abzuliefern.


Du hast eine dreijährige Lehre als Zimmermann absolviert, bist jetzt Profi-Fußballer. Ist das nicht ein etwas ungewöhnlicher Weg?


Carsten Nulle: Ich wollte immer Fußballer werden. Aber meine Eltern waren auch dahinter her, dass ich eine abgeschlossene Berufsausbildung erhalte. Nachdem es bei Eintracht Frankfurt für mich sportlich gut gelaufen ist, ich lange mit den Erstligaprofis trainieren konnte, war die Ausbildungszeit eine zusätzlich wichtige Erfahrung für mich.


Was waren denn diese wichtigen Erfahrungen?


Carsten Nulle: Da ist der Vergleich zum Fußball. Die Jungs auf dem Bau malochen acht Stunden am Tag. Wenn du nach dieser körperlich schweren Arbeit abends nach Hause kommst, weißt du einfach was du geschafft hast. Zur gleichen Zeit habe ich parallel noch fast täglich in der Oberliga trainiert. Das war nicht immer einfach unter einen Hut zu bekommen.


Wie sehen deine sportlichen Ziele aus?


Carsten Nulle: Erst einmal mit Waldhof die wichtigen 40 bis 42 Punkte in dieser Saison erreichen. Das hat Priorität. Danach kann man sich über alles andere unterhalten. Mit meiner sportlichen Entwicklung bin ich momentan zufrieden. Ich fühle mich auch sehr wohl in Mannheim. Sicherlich ist es auch noch einmal ein Ziel, in der 1. Bundesliga zu spielen.

Vom Stadionmagazin Ausgabe 22. Spieltag Saison 2001/2002



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