Peter Neururer

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Peter Neururer beim 1. FC Köln

Peter Neururer (* 26. April 1955 in Marl) ist ein deutscher Fußballtrainer.

Karriere

Neururer kam als aktiver Fußballer nicht über Einsätze in der Amateur-Oberliga hinaus. Seine Trainerkarriere begann der diplomierte Sportlehrer dann beim TuS Haltern. Bei Rot-Weiss Essen und Alemannia Aachen fand der bekennende Schalke-Fan Ende der 80er Jahre erste kurzfristige Anstellungen im Profigeschäft, bevor er am 11. April 1989 Cheftrainer des FC Schalke 04 wurde. Trotz unverkennbarer Erfolge (2. Tabellenplatz in der 2. Bundesliga) feuerte Klubpräsident Günter Eichberg den Trainer am 13. November 1990 überraschend.

Neururer verließ das Ruhrgebiet und erwarb sich in den kommenden Jahren aufgrund zahlreicher kurzfristiger Anstellungen den Ruf eines Feuerwehrmannes. Weder bei Hertha BSC, dem 1. FC Köln, dem 1. FC Saarbrücken, Hannover 96, Fortuna Düsseldorf, Kickers Offenbach oder LR Ahlen blieb der Coach länger als zwei Jahre im Amt.

Erfolg sollte Neururer erst wieder mit dem VfL Bochum finden, wo er am 4. Dezember 2001 Nachfolger von Bernard Dietz wurde. Auf Anhieb führte er den Verein zurück in die Bundesliga und zwischenzeitlich an die Tabellenspitze. Aufgrund seines Erfolges verlängerte der VfL den Vertrag mit Peter Neururer am 4. März 2004 um weitere zwei Jahre bis zum 30. Juni 2007. Der VfL erreichte in der Saison 2003/04 Platz fünf in der Bundesliga und spielte somit in der Saison 2004/05 im UEFA-Pokal, ohne jedoch die Gruppenphase zu erreichen. Anhaltender Misserfolg in der Saison 2004/05 brachte den VfL in eine akut abstiegsgefährdete Situation, so dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Werner Altegoer, und Neururer die Aufhebung des Vertrages zum Ende der Saison festlegten, falls der VfL Bochum absteigen sollte; verkündet wurde diese Vereinbarung am 3. Mai 2005. Nach dem Abstieg des VfL wurde als Nachfolger Marcel Koller am 23. Mai 2005 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das drittletzte Spiel mit dem VfL Bochum gegen den 1. FC Nürnberg am 7. Mai 2005, das die Franken mit 2:1 gewannen, stellte für Peter Neururer ein besonderes, trauriges Jubiläum dar: Es war sein 500. Spiel als Cheftrainer im Profibereich und zugleich sein 100. auf der Bank des VfL. Auf dieses Spiel folgten noch zwei wertlose Siege in den letzten beiden Saisonspielen gegen Stuttgart und in Hamburg.

Von 9. November 2005 bis 30. August 2006 war Neururer Trainer beim Erstligisten Hannover 96. Am Ende der Saison 2005/06 war Neururer bei Hannover 96 bereits wieder umstritten, da der Verein in der Rückrunde nicht an die Anfangserfolge nach seiner Ernennung anknüpfen konnte und das Saisonziel - einstelliger Tabellenplatz - verfehlt wurde. Saisonübergreifend wurden elf Spiele nicht gewonnen. Nach dem 3. Spieltag der Saison 2006/07 gaben Hannover 96 und Neururer bekannt, dass sie sich einvernehmlich getrennt hätten. Neururer stand weiterhin bis Sommer 2007 bei Hannover unter Vertrag.

Anfang Juni 2007 brachte sich der Fußballlehrer ins Gespräch, als er öffentlich bekundete, in den 1980er Jahren sei in der Fußballbundesliga Doping mit dem Mittel Captagon weit verbreitet gewesen. Der DFB forderte ihn daraufhin auf, Namen und Fakten zu nennen. Neururer behauptete, „alle Schalker“ seien Ende der Achziger Jahre zeitweise gedopt gewesen. Ex-Schalke 04-Präsident Eichberg kommentierte diese Aussage mit Hintersinn: "Ich nicht!"

Peter Neururer gehört mit 263 Zweitligaspielen zu den erfahrensten Zweitligatrainern.

Sein Markenzeichen ist sein unverkennbarer Schnurrbart. Außerdem macht er mit Sprüchen und Witzen auf sich aufmerksam. Im Training bezeichnet Neururer die Spieler schon mal als "Vollfriseure" oder "Muscheltaucher". Das bringt ihm häufig Sympathien bei den Fans ein, doch durch sein verbales Auftreten polarisiert er gleichzeitig.

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