Valdir Pereira

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Didi, eigentlich Valdir Pereira (* 8. Oktober 1928 in Rio de Janeiro; † 12. Mai 2001), war ein brasilianischer Fußballspieler.

Als Mittelfeldstar führte Didi sein Land Brasilien zu zwei Weltmeisterschaftstiteln 1958 und 1962. Insgesamt bestritt er 68 Länderspiele und schoss dabei 20 Tore.

Leben

Seine Karriere startete er beim Provinzverein Americano Rio Branco/Campos (1945-46). Über Lençoes São Paulo (1946) und Madureira Riode Janeiro (1946-50), kam er 1950 schließlich zu einem der großen Vereine des Landes, Fluminense Rio de Janeiro. Schon ein Jahr später gewann er mit diesem die brasilianische Meisterschaft.

1952 gab er sein Debüt in der brasilianischen Nationalmannschaft beim 2:0-Sieg gegen Mexiko am 6. April. In den folgenden Jahren avancierte er zum Stammspieler. Sein Markenzeichen war die so genannte Folha Seca, ein Schuss mit dem Außenrist, bei dem sich die Flugbahn des Balles auf für den Torhüter überraschende Weise (einem herabfallenden trockenen Blatt gleich) verändert. Bei der WM 1954 bestritt er drei Spiele und erzielte zwei Treffer.

Ab 1956 spielte er äußerst erfolgreich für Botafogo Rio de Janeiro. Sein Karrierehöhepunkt war aber sicher die Fußball-Weltmeisterschaft 1958. Brasilien wurde zum ersten Mal in der Geschichte Weltmeister und Didi wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Nach der WM suchte er neue sportliche Herausforderungen und wechselte 1959 zum amtierenden Europapokal-Sieger Real Madrid. Die Anpassung an den europäischen Fußball gelang Didi allerdings nicht. Probleme mit dem Teamleader Alfredo di Stefano verhinderten, dass er sich in Madrid einen Stammplatz sichern konnte und so kehrte er nach einer erfolglosen Saison, in der er nur 19 Partien (6 Tore) bestritt, zu Botafogo zurück. Zum Abschluss seiner Karriere spielte er von 1962-66 beim FC São Paulo. Seinen Länderspielabschied hatte Didi am 17. Juni 1962 gegen die ČSSR (3:1) in Santiago de Chile (WM-Endspiel).

1962 nach dem Gewinn seiner zweiten WM beendete er seine internationale Karriere und wechselte ins Trainergeschäft u.a. bei FC São Paulo, 1971/72 CA River Plate, 1972/75 Fenerbahçe Istanbul und Cruzeiro EC. 1970 nahm er als Nationaltrainer von Peru an der Fußball-Weltmeisterschaft teil und führte das südamerikanische Land bis ins Viertelfinale. In der Vorrunde verlor er gegen Deutschland mit 1:3 und im Viertelfinale gegen sein Heimatland Brasilien mit 2:4.

Trainerstationen: 1963/64 Sporting Cristal Lima (Peru), 1964 Botáfogo, 1965 Veracruz (Mexiko), 1966/67 FC São Paulo, Saudi-Arabien, Atlético Mineiro, Cruzeiro Belo Horizonte (beide Brasilien), 1972-1975 Fenerbahce Istanbul

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