Zlatan Ibrahimović

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Zlatan Ibrahimović
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Spielerinformationen
Voller Name Zlatan Ibrahimović
Geburtstag 3. Oktober 1981
Geburtsort MalmöSchweden
Größe 192 cm
Position Stürmer
Vereinsinformationen Inter Mailand
Trikotnummer 8
Vereine in der Jugend
1989–1991
1991–1995
1995–1999
Malmö Anadolu BI
FBK Balkan
Malmö FF
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1999–2001
2001–2004
2004–2006
2006–
Malmö FF
Ajax Amsterdam
Juventus Turin
Inter Mailand
40 (16)
71 (32)
70 (23)
53 (32)
Nationalmannschaft2
2001– Schweden 52 (20)

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
 Stand: 18. Mai 2008
2Stand: 14. Juni 2008

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Zlatan Ibrahimović (* 3. Oktober 1981 in Malmö) ist ein schwedischer Fußballspieler, der zur Zeit beim italienischen Verein Inter Mailand unter Vertrag steht.

Werdegang

Ibrahimović wurde als Sohn jugoslawischer Einwanderer in Malmö geboren. Er wuchs dort im Stadtteil Rosengård auf, der durch das Millionenprogramm erbaut wurde und sich zu einem sozialen Brennpunkt entwickelt hatte. Dort machte er seinen Schulabschluss. Kurzzeitig besuchte er anschließend die Borgarskolan, die er jedoch abbrach, um sich seiner Fußballkarriere zu widmen.

Vereinskarriere

Ibrahimovićs erster Verein war der FBK Balkan in seinem Heimatviertel, für den er in der Jugend spielte. Anschließend folgte ein kurzes Intermezzo bei BK Flagg, ehe er 1995 in die Jugendabteilung von Malmö FF wechselte.

1999 unterschrieb Ibrahimović seinen ersten Profivertrag bei dem Klub und konnte am 20. September 1999 bei der Niederlage seines Klubs gegen Halmstads BK sein Debüt in der Allsvenskan feiern. Auch nachdem der Klub am Ende der Spielzeit nach über 60jähriger Zugehörigkeit zur schwedischen Eliteserie abstieg, blieb der Stürmer dem Verein treu. In der Superettan steuerte er zwölf Tore zum direkten Wiederaufstieg bei. In der Folge weckte er das Interesse internationaler Topklubs und nach einer halben Spielzeit in der ersten schwedischen Liga verließ er im Sommer 2001 Klub und Land.

Neuer Arbeitgeber Ibrahimovićs wurde ab Juli 2001 der niederländische Rekordmeister Ajax Amsterdam, der 7,8 Millionen Euro Ablösesumme für den Stürmer bezahlte und ihn damit zum teuersten schwedischen Fußballspieler machte. Unter Trainer Co Adriaanse kam er anfangs kaum zum Zug. Als dieser jedoch im November entlassen wurde, avancierte er unter dem Nachfolger Ronald Koeman zum Stammspieler. Am Ende der Spielzeit stand der Gewinn des Meistertitels und Ibrahimović kam in der folgenden Spielzeit zu seinen ersten Champions League-Einsätzen. Nach überstandener Gruppenphase scheiterte die Mannschaft im Viertelfinale am AC Mailand. Ein Vorfall im Länderspiel zwischen der Niederlande und Schweden gilt teilweise als Auslöser für den Abschied von Ajax im Sommer 2004: Während des Spiels verletzte sich Mannschaftskollege Rafael van der Vaart bei einem Foul Ibrahimovićs, wobei dem Schweden bei dieser Aktion Absicht unterstellt wurde. Nach dem Gewinn des zweiten Meistertitels mit Ajax wechselte er nach Italien.

Im Sommer 2004 überwies Juventus Turin 19 Millionen Euro für Ibrahimovićs Unterschrift auf einem Vertrag bei dem Verein aus Piemont. Da sich sein Rivale im Sturm David Trezeguet verletzt hatte, fand sich der Schwede auf Anhieb in der Startformation wieder. Er konnte den Stammplatz behaupten und bedankte sich mit 16 Saisontoren in der Serie A. Sein Berater lancierte in der Folge Presseberichte, wonach Real Madrid am Stürmer interessiert sei und bis zu 70 Millionen geboten habe, um den Marktwert seines Schützlings in die Höhe zu treiben. Mit weiterhin guten Leistungen etablierte er sich unter Europas Topspielern und gehörte 2005 zu den Nominierten für die Auszeichnung als Weltfußballer des Jahres. Während er hier nur Achter wurde, wurde er im selben Jahr mit dem Guldbollen als Schwedens Fußballer des Jahres ausgezeichnet.

Mit dem Erfolg kamen aber auch die ersten größeren Probleme. Trainer Fabio Capello setzte Ibrahimović vermehrt als Außenstürmer ein, um so die Schnelligkeit des Stürmers besser einsetzen zu können. Während als Folge einerseits zwar die Anzahl seiner Torvorlagen stieg, konnte er andererseits weniger eigene Torerfolge verbuchen. Presse und Anhänger des Klubs pochten daher vermehrt auf einen Einsatz des beliebten Juve-Urgesteins Alessandro Del Piero. Da Ibrahimović in der zweiten Saisonhälfte in ein Formtief fiel, verstärkte sich der Druck auf ihn. Nachdem im Sommer 2006 im Zuge des Fußball-Skandals der Zwangsabtieg des Klubs feststand, bemühte sich der Klub zwar um den Schweden, wegen dieser Umstände fiel es ihm aber nicht schwer, den Klub zu verlassen.

Im August 2006 unterschrieb Ibrahimović einen Vierjahresvertrag bei Inter Mailand. Der Klub überwies für ihn 24,8 Millionen Euro Ablösesumme. Anfangs bot er zunächst nur wechselhafte Leistungen, aber im Zuge der Serie von ungeschlagenen Spielen des Klubs konnte auch er sich stabilisieren und gehörte unter Trainer Roberto Mancini zur ersten Wahl im Sturm. Am Ende der Saison konnte er mit dem Verein den Gewinn des Meistertitels feiern. Kurze Zeit später sorgte er für einige Unruhe im Umfeld des Klubs, als er damit zitiert wurde, dem Verein fehle eine Persönlichkeit wie Luciano Moggi. Da dieser Hauptverantwortlicher des italienischen Fußball-Skandals war, unter dem vor allem Inter zu leiden hatte, wurde er heftig kritisiert. Nach einer Entschuldigung des Schweden mit dem Hinweis, die Aussage sei aus dem Zusammenhang gerissen worden, legte sich die Aufregung wieder. Mit guten Leistungen zu Beginn seiner zweiten Saison beim Klub aus der Lombardei - so gelang ihm am 2. Oktober 2007 sein erster Europapokaltreffer nach fast zwei Jahren - spielte er sich wieder in den Kreis der Weltfußballer. Bei der Auszeichnung musste er sich jedoch mit dem siebten Platz begnügen, erhielt aber erneut den Guldbollen.

Am Ende der Spielzeit 2007/08 verteidigte Ibrahimović mit Inter den italienischen Meistertitel. Nach Saisonende verlängerte er zudem seinen Vertrag beim Klub aus der Lombardei bis 2013. Mit einem Jahresverdienst von 12 Millionen Euro gilt er als bestbezahlter Fußballspieler der Welt.[1]

In der Nationalmannschaft

Nachdem die bosnische Nationalmannschaft Ibrahimović nach einem Probetraining abgelehnt hatte, war der Weg für Einsätze in der schwedischen Auswahl frei. Zunächst spielte er für die schwedische U21-Nationalmannschaft, für die er in sieben Spielen sechs Tore erzielen konnte. Sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gab er am 31. Januar 2001 in Växjö beim 0:0 gegen die Färöer. Dabei bestand die Auswahl ausschließlich aus Spielern aus der Allsvenskan. Während einige der Mannschaftskollegen aus diesem Spiel bei nur einem Länderspieleinsatz blieben, konnte sich Ibrahimović in der Auswahl etablieren.

Ibrahimović gehörte bei der Weltmeisterschaft 2002 zum Aufgebot der Landesauswahl. Bei dem Turnier gehörte er als junger Mann noch zu den Ergänzungsspielern und kam nur zu zwei Einsätzen als Einwechselspieler. Zwei Jahre später hatte er sich in der Nationalmannschaft im Sturm etabliert und gehörte bei der Europameisterschaft 2004 zu den Stammspielern. Nachdem er bereits im Auftaktspiel gegen Bulgarien treffen konnte, gelang ihm beim 1:1-Unentschieden im zweiten Gruppenspiel gegen Italien ein sehenswertes Tor, als er den Ball kurz vor Spielende mit einem überraschenden Hackentrick über die Torlinie bugsieren konnte. Im Viertelfinale des Turniers schied die Mannschaft gegen die Niederlande im Elfmeterschießen aus, Ibrahimović gehörte neben Olof Mellberg und Philip Cocu zu den Spielern, die ihren Elfmeter nicht verwerten konnten. Bei seinem dritten großen Turnier, der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland kam er in drei Spielen zum Einsatz, blieb aber wie bei seiner ersten WM-Teilnahme ohne Torerfolg. Nach einer 0:2-Niederlage gegen die Elf des Gastgebers schied die Mannschaft bereits im Achtelfinale aus.

Während der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008 wurde Ibrahimović kurzzeitig aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen. Als die Mannschaft wegen des Spiels gegen Liechtenstein am 6.9.2006 im Hotel übernachtete, verließ er zusammen mit den Mannschaftskollegen Olof Mellberg und Christian Wilhelmsson das Hotel, um in einen Nachtklub zu gehen. Obwohl die Spieler nichts getrunken hatten, wurden sie nach Hause geschickt. Während Mellberg und Wilhelmsson die Strafe akzeptierten und sich entschuldigten, fühlte sich Ibrahimović zu Unrecht bestraft und wurde für die folgenden Partien nicht berücksichtigt. Im März 2007 feierte er seine Rückkehr beim Spiel gegen Dänemark.

Erfolge/Titel

Mit seinen Vereinen

* aberkannt im Rahmen des italienischen Fußball-Skandals 2005/2006

Auszeichnungen

Besonderheiten

  • Zlatan Ibrahimović wird in mehreren schwedischen Liedern erwähnt. Unter anderem singt die Musikgruppe The Ballerinas & The Pendeltones in ihrem Song Zlatan och jag (Zlatan und ich) von Ibrahimović.
  • Im Jahr 2004 wurde ein schwedisches Comedystück unter dem Titel Var är Zlatan? (Wo ist Zlatan?) aufgeführt, in dessen Mittelpunkt die Geschichte von Ibrahimović steht.

Privates

Der Vater von Ibrahimović stammt aus Bosnien, seine Mutter aus Kroatien. Ibrahimović ist mit dem ehemaligen schwedischen Model Helena Seger liiert, mit der er zwei Kinder hat. Er lebt in Mailand.

Einzelnachweise

Weblinks

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